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29.06.2017: Im Sommer laufen gehen

Mehr als jeder vierte Deutsche geht gelegentlich oder sogar regelmäßig joggen. Doch bei sommerlichen Temperaturen kann sich die Belastung schnell negativ auf den Körper auswirken. Was Sie beachten sollten. Wer es im Sommer mit dem Sport übertreibt, muss mit körperlichen Konsequenzen rechnen wie Austrocknung oder Nährstoffmangel. „Bei großer Hitze ist es ratsam, das gewohnte Laufpensum zunächst einmal um 30 bis 50 Prozent zu reduzieren, um sich an die höheren Temperaturen zu gewöhnen“, rät Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler bei der Barmer. Möglichst morgens oder abends und im Schatten laufen Ein Gesundheitsrisiko stellen lange Streckenabschnitte in der Sonne dar. Selbst geübte Jogger sollten soweit möglich im Schatten laufen, empfiehlt Möhlendick. Dabei spiele auch die Uhrzeit eine wesentliche Rolle: „Am besten läuft man frühmorgens oder spätabends, wenn die Temperaturen angenehmer sind und damit den Kreislauf nicht so stark belasten.“ Hinzu komme, dass morgens die Ozonwerte am niedrigsten seien. Wärmestau verhindern und ausreichend trinken Auf eine Kopfbedeckung sollten Jogger verzichten, solange sie überwiegend im Schatten laufen, denn ein Großteil der Hitze wird über den Kopf abgegeben. Atmungsaktive Funktionskleidung trägt dazu bei, Hitze und Schweiß nach außen weiterzuleiten. Eine kühle Dusche vor dem Duschen senkt zusätzlich die Körpertemperatur, wodurch das Schwitzen etwas später einsetzt. Last but not least sollten Jogger vor dem Laufen unbedingt daran denken, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Quelle: Barmer

28.06.2017: Nagelpilz in der Sommerzeit

„Zeigt her eure Füße“ – eine Aufforderung, der viele Deutsche wohl lieber nicht nachkommen möchten. Denn jeder Achte leidet hierzulande unter Nagelpilz. Wie gefährlich die Erkrankung ist und was sich dagegen tun lässt. Einen Nagelpilz hat man sich schnell eingefangen – gerade im Sommer, der Jahreszeit für nackte Füße. Doch nicht nur im Freibad, auch im Fitnessstudio oder in der Sauna lauert der Erreger, der neben den Fuß- auch die Fingernägel betreffen kann. Daneben sind Sportschuhe (oder zu enge Schuhe) mit ihrem warm-feuchten Klima ein möglicher Infektionsherd. Häufig sind ältere und kranke Menschen vom Nagelpilz betroffen, denn schlecht durchblutete Füße, Immunschwäche oder Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes stellen Risikofaktoren dar. Auch Verletzungen an den Füßen, zum Beispiel durch eine Pediküre, können eine Pilzinfektion nach sich ziehen. Nicht unmittelbar gefährlich, aber schmerzhaft Bei der Infektion dringen meist Fadenpilze in das Nagelbett ein, wo sie sich einnisten und von Hornsubstanz ernähren. „Nagelpilz ist nicht gefährlich, kann aber schmerzhaft sein und Krankheitserregern wie Viren und Bakterien das Eindringen ermöglichen“, warnt Uwe Vogt von der KKH Kaufmännische Krankenkasse. „Daher sollte bei Verdacht ein Hautarzt zwecks Abklärung aufgesucht werden.“ Antimykotika helfen bei Behandlung Erkennen lässt sich ein Nagelpilz an weißlichen bis gelblich-braunen Verfärbungen sowie Brüchigkeit der Nägel und einer verdickten Nagelplatte. Die Infektion sollte möglichst frühzeitig behandelt werden mit sogenannten Antimykotika, die als Tinkturen, Salben oder Tabletten in der Apotheke bezogen werden können. In hartnäckigen Fällen kann sich die Beseitigung des Fadenpilzes über Monate hinziehen. Tipps zur Vermeidung von Nagelpilz Um einer Pilzinfektion vorzubeugen, sollten die Füße (inklusive der Zehenzwischenräume) nach dem Duschen oder Baden gut abgetrocknet werden. Schuhe und Socken sollten atmungsaktiv sein und nicht zu lange am Stück getragen werden. Teppiche, Badematten und Handtücher müssen regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen werden, um mögliche infizierte Hautschuppen zu entfernen. In Schwimmbädern und Saunen verhindern Badelatschen eine Ansteckung. Quelle: KKH

27.06.2017: Laufen lernen ohne Schuhe

Während rund 60 Prozent aller Erwachsenen an Fuß- und Haltungsschäden leiden, haben Babys und Kleinkinder fast durchweg noch gesunde Füße. Problematisch wird es, wenn sie Schuhe zu früh und in der falschen Größe tragen. Babyfüße mögen klein und zerbrechlich aussehen. Doch schon früh eignen sie sich für Belastungen wie das Laufenlernen. Das klappt am besten ganz ohne Stützmittel wie sogenannte „Lauflernschuhe“ – diese behindern sogar die gesunde Entwicklung der Füße, meint Kinder- und Jugendarzt Dr. Berthold Koletzko: „Schuhe hindern die Füße am Tasten und Greifen. Dadurch bleiben dem Kind wichtige sensorische Reize und Empfindungen und damit zusätzliche Wahrnehmungsimpulse für sein Gehirn vorenthalten. Schuhe braucht der Mensch nur zum Schutz gegen Kälte, Hitze und Verletzungen“. Schuhe erst dann nötig, wenn sich Kinder draußen bewegen Schuhe sind laut Koletzko erst angebracht, wenn ein Kind auch draußen auf eigenen Beinen vorankommen möchte. Hier bieten sich Kindern noch mehr Möglichkeiten als daheim, ihre motorischen Fähigkeiten weiterzuentwickeln: „Das Laufen über Unebenheiten kräftigt die Muskulatur, festigt das Knochengerüst, trainiert die Gleichgewichtsempfindung und macht damit den Gang sicherer“, erklärt der Mediziner. Problematisch: falsche Schuhgröße Wichtig ist das passende Schuhwerk für die Kleinen: Die Schuhe müssen biegsam sein und die passende Größe haben – sich also dem Fuß anpassen. Einlagen oder besonders festes Schuhwerk sind dagegen oft hinderlich. Besonders problematisch: Laut einer aktuellen Erhebung laufen über 40 Prozent aller Kinder in zu großen Schuhen herum. Ein möglicher Grund ist, dass Eltern versuchen, während des schnellen Wachstums der Kleinkindfüße eine Schuhgröße einzusparen. Allerdings bedeuten zu große Schuhe eine höhere Gelenkbelastung und einen möglicherweise veränderten Gang. Eltern sollten daher regelmäßig Schuhe in der passenden Größe nachkaufen. Quelle: Stiftung Kindergesundheit

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